post post

Robert Mapplethorpe wurde 1946 in New York, im Stadtteil Queens, als drittes von sechs Kindern einer Arbeiterfamilie geboren. Obwohl seine Familie nicht über viel Geld verfügte, ging er auf Wunsch seiner Eltern, nach Abschluss der Schule, auf die führende Kunsthochschule der USA und dem Privatcollege „Pratt Institute“ in New York City. Ein weiterer bekannter Student dieser Universität ist auch Robert Redford, ein berühmter amerikanischer Schauspieler. Während seiner Studentenzeit verliebte er sich in die damals noch unbekannte Musikerin und Poetin Patti Smith und bezog mit ihr eine gemeinsame Wohnung.

Nach seinem Studium, das er mit dem „Bachelor of Fine Arts“abgeschlossen hatte, wurde er zunächst in New York berühmt, nicht sofort mit Fotografien, sondern zunächst mit Bildern, die er aus Zeitschriften und Büchern entnahm. Darauf folgten die ersten Fotos, die er mit einer Polaroid-Kamera aufgenommen hat. Eines seiner Zitate aus der damaligen Zeit: „Ich fing an zu verstehen, dass Fotografie Kunst sein könnte.“ Nach und nach machte er sich als Portraitfotograf in New York einen guten Namen, so dass sich viele Berühmtheiten von Robert Mapplethorpe ablichten ließen. Persönlichkeiten wie zum Beispiel Andy Warhol, Richard Gere, Peter Gabriel, Grace Jones und Patti Smith standen im Model, und gemeinsam mit der Bodybuilderin Lisa Lyon produzierte er sogar ganze Bildserien. Hauptsächlich entstanden seine Werke im eigenen Studio oder in New Yorks Lofts, die charakteristisch stets schlicht und vor weißem oder schwarzem Hintergrund produziert wurden.

Neben Portraits und Stillleben wurde Robert Mapplethorpe auch durch seine Nacktarbeiten mit homoerotischen Motiven berühmt, die häufig von konservativen und religiösen Gruppen umstritten waren. Er lebte ein sehr ausschweifendes und exzessives Leben, welches durch Drogenkonsum und unzähligen homosexuellen und heterosexuellen Beziehungen gekennzeichnet war. 1989 starb Mapplethorpe an den Folgen der AIDS Infektion, woraufhin die Preise seiner Werke in die Höhe schossen.